Geschichte

Franz-Keller-Stein

Der „Rosensteindoktor“ Franz Keller

Der „Rosensteindoktor“, das war die liebevolle Bezeichnung, welche dem Arzt, Heimatforscher, Archäologen und Höhlenforscher Dr. Franz Keller von der einheimischen Bevölkerung verliehen worden war. Am 03.07.1852 in Reutlingen geboren, kam Keller nach dem Abschluss seines Medizinstudiums im Jahr 1877 als junger Arzt nach Heubach. In der Hauptstraße, bei der Abzweigung der Straße zum Rosenstein, errichtete er sein Heim – schon damals begann die Symbiose zwischen Franz Keller und „seinem“ Berg, der ihn für die folgenden Jahrzehnte beschäftigen sollte.

Rapa Nui- Höhlenforschung im Paradies

Am 6. Januar flimmerte in unzähligen deutschen Wohnzimmern „Rapa Nui -Rebellion im Paradies“ über die Fernseher, der Film, der 1994 ein großes Interesse an der Osterinsel hervorgerufen hatte. Die „Höhlenperle“, immer auf der Höhe des Zeitgeistes, nimmt diesen Film daher zum Anlaß, sich mal etwas tiefer mit der Osterinsel zu beschäftigen, also mal in das Innere der Insel, das heißt, in die Höhlen zu schauen.

Weit draußen im Pazifik, genau auf 109º26´westlicher Länge und 27º9´südlicher Breite, ragt eine Insel aus dem Meer, die wegen ihrer Entdeckung am Ostermontag 1722 durch den holländischen Admiral Roggeveen „Osterinsel“ genannt wird. Entdeckung ist hier aber vielleicht doch nicht das richtige Wort, denn Herr Roggeveen stieß nicht auf ein menschenleeres Eiland, sondern auf Einwohner mit rätselhafter Herkunft und Kulturgeschichte.

Die Höhlen in den Matumbi Hills (Tanzania) und ihre Bedeutung für die Einheimischen

1. Vorbemerkungen

Die Matumbi Hills liegen im Südosten Tanzanias, im Bezirk Lindi unweit der Stadt Kilwa.Die dortigen Höhlen wurden kürzlich durch zwei Forschungsreisen untersucht. Zunächst 1994 durch eine kleine deutsch-türkische Gruppe1 und dann 1995 durch eine größere Gruppe mit vier deutschen und acht italienischen Teilnehmern2. Entstehung und Gestalt der Höhlen wurden dadurch weitgehend vollständig erfaßt und beschrieben.

Als Teilnehmer der zweiten Reise wurde ich von den Einheimischen wiederholt gefragt, warum ich mich mit diesen Höhlen beschäftige. Dadurch wiederum wurde ich angeregt mir Gedanken darüber zu machen, was für eine Bedeutung diese Höhlen im Leben der örtlichen Bevölkerung haben. Erste direkte Nachfragen blieben erfolglos, entweder wollte oder konnte man mich nicht verstehen. Langsam wurde es deutlich, dass die dortigen Menschen trotz ihrer auffallenden Höflichkeit und Freundlichkeit dem Fremden gegenüber doch eine gewisse Reserviertheit bewahren, sobald ihre Privatsphäre berührt wird. Trotzdem kristallisierten sich nach und nach einige Beziehungen der Einheimischen zu den Höhlen heraus.